Test: Firetask für Mac, iPad und iPhone

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Gute Alternative zu Things und OmniFocus
Aufgaben-Manager werden immer beliebter - vor allem, wenn sie für Mac, iPad und iPhone erhältlich sind und sich die Daten einfach synchronisieren lassen. Nach dem Bericht über Wunderlist und dem Vergleichstest von Things und OmniFocus möchte ich Ihnen eine weitere Anwendung nicht vorenthalten: Firetask ist ein leistungsfähiger Aufgaben-Manager aus Österreich, der sich durch eine angenehme Oberfläche und einfache Bedienung auszeichnet. Entwickler Gerald Aquila war so freundlich, den Geek-Out-Lesern drei iPhone-Lizenzen zu spendieren (Update: Verlosung ist beendet).

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Projektorientiertes Arbeiten
Firetask ist eine willkommen Alternative für all jene, die den idealen To-do-Manager bisher noch nicht gefunden haben. Das Programm unterstützt David Allens “Getting-Things-Done”-Methoden durch und durch, lässt GTD-Muffeln aber genügend Freiraum für individuelle Nutzung. Firetask bietet einen an Projekten orientierten Ansatz, wobei immer nur das gerade Wichtige in den Fokus des Anwenders rückt. Aufgaben lassen sich nach Projekt, Fälligkeit, Priorität und Kategorie anzeigen.

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Übersichtliche Struktur
Die Entwickler haben sich viel Mühe bei der Gestaltung der Programme gegeben. Alle drei Versionen sind sich sehr ähnlich und wirken wie aus einem Guss. Man hat also nicht bei jedem Wechsel von Mac auf iPad oder iPhone ein anderes Design vor sich, wie (derzeit noch) bei OmniFocus. Das Prinzip ist einfach: Neue Aufgaben lassen sich in einem Eingangskorb erfassen und können Projekten zugeordnet werden. Aktualisierungen werden entweder im Hauptfenster des Programms, oder in einer Info-Palette vorgenommen, die mehr Optionen bietet. Übersichtliche Anzeigefilter (Heute, Projekte, Kategorien, Eingang, Irgendwann, Abgeschlossen usw.) sorgen für entspanntes Navigieren.

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Mehr Ordnung durch Kategorien
Jedes Projekt und jede Aufgabe lässt sich einer Kategorie zuordnen. Beim ersten Start des Programms zeigt sich bereits eine Auswahl an sinnvollen Kategorien, es können aber beliebig viele neu erstellt werden. Zudem lassen sich plakative Icons auswählen, die stets neben der Aufgabe angezeigt werden. Das mag nach Spielerei aussehen, tatsächlich aber können die bunten Bildchen die Übersicht erheblich erleichtern - zumal die Icons auf allen drei Plattformen nahezu gleich sind.

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Synchronisation zwischen Mac und iPad, iPhone oder iPod
Der Abgleich von Daten zwischen mehreren Apple-Geräten stellt Software-Entwickler vor Herausforderungen. Nicht allen Anbietern gelingen wirklich überzeugende Lösungen. Wie bei vielen anderen Anwendungen auch, funktioniert der Sync zwischen Mac und iPad, iPhone oder iPod bei Firetask über WLAN. Das heisst, beim Abgleich müssen sich die Geräte im selben Netzwerk befinden.

Datenaustausch mit mehreren Macs
Möchte man Firetask-Aufgaben zwischen mehreren Macs synchronisieren, muss man einen anderen Weg gehen. Da Apples MobileMe nicht unterstützt wird, bietet sich der altbekannte Trick über Dropbox an. In den Firetask-Einstellungen gibt es die Option, die programmeigene Datenbank standardmässig in den Dropbox-Ordner zu befördern, wo sie automatisch aktualisiert wird. Wichtig ist dabei, dass man die Anwendung auf dem einen Mac beendet, bevor man an einem anderen weiter arbeitet, sonst entsteht Chaos. Falls Sie Dropbox noch nicht kennen, können Sie es hier kostenlos ausprobieren und zeitlich unbegrenzt nutzen (Referral-Link).

Erfreuliche Aussichten
Das Firetask-Team arbeitet bereits an einer komfortablen Over-the-air-Lösung. Ein hauseigener Online-Dienst kümmert sich demnächst auf Wunsch um den automatischen Abgleich aller Aufgaben. Das Basis-Angebot soll kostenlos sein und noch in diesem Frühjahr offiziell an den Start gehen.

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Firetask for Mac
Die Mac-Version ist ein vollwertiger To-do-Manager, der kaum Wünsche offen lässt. Neue Aufgaben sind schnell und unkompliziert erstellt und zugeordnet. Alternativ zu Maus oder Trackpad lässt sich die Bedienung auch weitgehend per Tastaturkürzel durchführen.
Firetask for Mac kostet 39,99 Euro und ist im Mac App Store und im Firetask Store erhältlich.
Getestete Version: 1.3.1. Verfügbare Sprachen: Deutsch, Englisch, Chinesisch, Japanisch, Portugisisch, Russisch. Zum Ausprobieren lässt sich eine kostenlose Demoversion herunterladen, die 15 Tage läuft.

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Firetask for iPad
Manche iPad Apps sind nur aufgepumpte iPhone-Anwendungen. Nicht so hier. Firetask for iPad ist eine Art “Best of” der Mac- und iPhone-Versionen. Die Oberfläche ist an die Gegebenheiten des Tablets angepasst und bietet unter anderem eine mehrspaltige Übersicht mit den Aufgaben der nächsten Tage. Eine solche Ansicht bietet nicht mal OmniFocus.
Firetask for iPad kann für 7,99 Euro im App Store heruntergeladen werden. Getestete Version: 1.2. Verfügbare Sprachen: Deutsch, Englisch. Erfordert iPad mit iOS 4.2 oder neuer.

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Firetask for iPhone
Auch die Version für iPhone und iPod touch glänzt mit klarer Übersichtlichkeit. Alles, was gerade nicht relevant ist, wird ausgeblendet. Trotzdem stehen alle wesentlichen Funktionen zur Verfügung. Ein Tipp zum Einrichten der Synchronisierung: In der Rubrik “Mehr” befindet sich oben rechts ein Sync-Button, der den Anwender durch das Setup führt. Der Datenaustausch erfolgt danach auf Wunsch automatisch.
Firetask for iPhone ist für 4,99 Euro im App Store zu haben. Getestete Version: 3.7. Verfügbare Sprachen: Deutsch, Englisch. Erfordert iPhone oder iPod touch mit iOS 4.0 oder neuer.

Kleine Fehler
Noch hakt es an einigen Stellen ein bisschen. So kam es gelegentlich beim Bearbeiten von Aufgaben im Hauptfenster zu Merkwürdigkeiten in der Darstellung, die jedoch schnell wieder verschwanden. Und während die Synchronisierung zweier Macs via Dropbox völlig problemlos funktionierte, zickte es manchmal beim WLAN-Sync zwischen Mac und iPhone.

Wünsche für künftige Versionen
Eine Suchfunktion, Drag-and-drop-Funktionalität, sowie die Möglichkeit, Links zu Webadressen, Kontakten und Dateien in die Notizen aufzunehmen. Dies ist bei Konkurrenzprodukten längst Standard. Manche Anwender werden vielleicht Tags vermissen, da sich immer nur eine Kategorie pro Aufgabe oder Projekt zuordnen lässt. Wer nach den GTD-Prinzipien von David Allen arbeitet und dem projektorientierten Ansatz von Firetask folgt, wird aber eine zusätzliche Verschlagwortung kaum benötigen (und die auch GTD-Primus OmniFocus nicht bietet).

Fazit
Firetask ist noch recht jung, legt aber schon einen überzeugenden Auftritt hin. Das Design ist ansprechend, die Features wirken gut durchdacht und die Bedienung geht leicht von der Hand. Beim Funktionsumfang kann es noch nicht ganz mit Anwendungen wie Things und OmniFocus mithalten. Doch die Geschwindigkeit, mit der die Entwickler Fehlerbehebungen und neue Features liefern, ist beeindruckend (siehe Changelog). Firetask ist innerhalb kurzer Zeit zu einem meiner Lieblingsprogramme für Aufgaben geworden und ich kann es guten Gewissens empfehlen.

Bewertung
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Sehr gut

Downloads und weitere Infos
Firetask Website

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Illustrationen: Gerald Aquila; Text: Thomas Landgraeber

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